Angst vor Ideen- und Textklau
Eine große Angst, die viele Selbstständige haben, ist, dass Konkurrenten bei ihnen abschauen – dass gute Ideen oder auch Texte geklaut oder plagiiert werden.
Die Frage ist immer, wie viel man denn preisgeben kann und sollte. Und hier spielt natürlich auch das Thema Urheberrecht eine große Rolle. Alles umfassende Themen. Hier ein paar Aspekte, die ich für besonders wichtig erachte:
Keine Paranoia!
Zwei Wahrheiten:
- Die meisten Menschen sind ehrlich und fair.
- Wenn Sie mit nichts nach außen gehen wollen, kann eine Selbstständigkeit nicht gut funktionieren.
Das sollte die Ausgangsposition sein, die Ihnen dabei hilft, prinzipiell souverän mit dem ganzen Thema umzugehen.
Dazu kommt: Wir alle sind durch das, was wir hören, sehen und lesen beeindruckt und werden inspiriert. Auch richtig ist, dass die wenigsten Dinge wirklich komplett neu erfunden werden. Vieles ist schon gesagt und entspringt dem gesunden Menschenverstand. Besonders eindrucksvoll ist das immer, wenn man irgendwelche uralten Weisheiten von Philosophen liest und diese so klingen, als hätte sie erst kürzlich ein Managementtrainer von sich gegeben.
Und: Nur eine Idee bedeutet nicht, dass man das „Gesamtpaket“ übernehmen kann. Selbst wenn Sie also ein Konzept auf Ihre Website stellen, das jemand einfach abschaut, oder wenn Sie eine Buch- oder Artikelidee vorschlagen und der Verlag setzt es mit eigenen Leuten um, dann kann man es nie in der Weise umsetzen wie Sie das getan hätten.
Zamyat M. Klein hat es im anderen Beitrag sehr schön formuliert, ich darf das mal zitieren: —————————————————————————————- Ich verrate auch in meinen Bücher härchenklein meine Methoden. Das kann auch jeder abkupfern. Aber ich denke, dass es trotzdem was anderes ist, wenn ich diese im Seminar einsetze oder jemand anders. Jeder hat seine eigene Färbung. Und ich gebe da ja nicht nur, sondern ich bekomme ja ebenfalls von anderem im Internet sehr viel (siehe hier beispielsweise). Ich habe da einfach so eine Einstellung, dass sich das ausgleicht.—————————————————————————————-
Abgesehen davon ist der Kern Ihres Geschäfts, dass Sie potenzielle Kunden auf sich aufmerksam machen möchten. Denn Sie wollen verkaufen. Dazu muss ich sehen, was Sie drauf haben, ich muss Sie als kompetent für mein Anliegen beziehungsweise mein Problem erleben und ich muss möglichst klar erfassen, welche Leistung Sie bieten.
Wenn Sie also aus Angst davor, dass ein Mitbewerber auf Ihrer Website etwas abkupfern könnte, möglichst wenig preisgeben – und genau diesen Fall erlebe ich in meinen Coachings häufig – dann schneiden Sie sich ins eigene Fleisch.
Dennoch bin ich der Letzte, der beim Thema Klau nicht akuten Bluthochdruck erleidet.
Wie gehen Sie selbst mit geistigem Eigentum anderer um?
Grundsätzlich gebe ich Frau Klein Recht und wir drei hier von unternehmenskick.de sehen es auch so: Wir schenken Ihnen unser Wissen, geben eigene Erfahrungen weiter – und erhalten von Ihnen wiederum Gedanken und gute Ideen. So soll das sein. Man befruchtet sich praktisch gegenseitig (haha, wie das klingt) und alle haben etwas davon.
Dennoch finde ich es schon auch wichtig, anderen Respekt zu zollen. Wenn ich in einem Buch eine schöne Übung sehe und in einem Training oder schriftlichen Tipp weitergebe, dann sage ich: Hier ist eine schöne Übung von Herrn Covey aus dem Buch xy. Das ist doch eine schöne Sache: Sie schmücken sich nicht mit fremden Federn und der Tipp und die Tatsache, dass Sie ihn weitergeben, ist doch genau so toll!
Wir waren vor vielen Jahren - über die Firma, bei der wir früher angestellt waren - auf einem Kommunikationstraining, bei dem wir umfassende Unterlagen bekommen haben. Jahre später fiel uns auf, dass alles aus diesen Unterlagen aus einem bekannten Kommunikationsbuch stammte. Der Trainer hatte es hübsch auf eigenes Briefpapier übertragen und so den Eindruck erweckt, er habe sich alles selbst ausgedacht. Sowas finde ich schwach, es muss wirklich nicht sein ... und es kann vor allen Dingen teuer werden!
Die Urheberrechtsverletzung
Besonders das Internet führt leider dazu, dass viele Leute kein Unrechtsbewusstsein haben. Manche glauben, man dürfe alles, was im Internet zu finden ist, kopieren und nutzen. Andere denken, es sei in Ordnung, sofern man die Quelle dazu angibt. Wieder andere denken, indem sie kleinere Änderungen vornehmen oder es etwas verfremden, wäre es okay. Dem ist nicht so!
Jeder Text, jedes Computerprogramm oder auch Fotos/Grafiken/Comics, Audio-Video etc. unterliegt dem Urheberrecht – auch wenn Sie nirgendwo explizit einen Vermerk oder das Copyright-Zeichen sehen. Außer es steht explizit dabei, dass die Inhalte genutzt werden dürfen.
Ich weiß, dass es auch ehrlichen Menschen passiert, dass sie ein Bild für ihren Flyer heruntergeladen haben oder einen Asterix- oder Dilbert-Comic für ihre Werbung nutzen, weil sie schlichtweg nicht wissen, dass man das nicht darf.
Und ich weiß leider aus unserer eigenen jahrelangen Erfahrung, dass es Menschen gibt, die genau wissen, was sie tun und sich bedienen. Auf unserer Website selbstmarketing.de veröffentlichen Christine und ich seit fast zehn Jahren umfassende Artikel. Über die Jahre wurden wir immer wieder beklaut: Im Internet bedienen sich die Leute, Printmedien drucken einfach Artikel – manche schreiben den Namen dazu (was, wie gesagt, nichts ändert an einer unerlaubten Nutzung!), andere schreiben ihren Namen drüber.
Ralf ist es sogar schon einmal passiert, dass eine Selbstständige einen kompletten Selbstlernkurs von ihm mit Ausschreibung genommen, ihren Namen draufgeschrieben und ihn im Internet vermarkten wollte.
Und eine Kundin von mir – eine Texterin – hat bei einer Texterkollegin eine komplette Kopie ihrer Website inklusive aller Texte vorgefunden.
Du liebe Zeit!
In solchen Fällen ist es bei mir mit allem Verständnis aus. Beklauen geht gar nicht. Ich persönlich gehe in solchen Fällen mittlerweile sofort zum Anwalt. Früher habe ich immer noch angerufen, aber nachdem ich in 9 von 10 Fällen auch noch schwach angeredet wurde, spare ich mir das.
Es ist sehr unerfreulich, gerichtlich vorzugehen – und es wird sehr teuer für den Klauer.
Wenn sich jemand an Ihren Inhalten vergreift und Texte, Bilder o. Ä. ohne Ihre Erlaubnis nutzt, können Sie dagegen vorgehen.
Sofern Sie zum Anwalt gehen, tragen Sie natürlich ein Kostenrisiko. Darum ist es wichtig, einen spezialisierten Anwalt zu konsultieren, der die Sache realistisch für Sie einschätzen kann. Und es kann Ihnen natürlich auch passieren, dass Sie zwar gerichtlich gewinnen, aber der andere kein Geld hat. Das ist uns bisher nur einmal passiert – aber ich habe mich in seine Wade verbissen und bleibe dran. Da trifft es sich, dass wir einen Terrier von Anwalt haben, der unter anderem auf Urheber- und Medienrecht spezialisiert ist.
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Anmerkungen & Kommentare
Wer meine Ideen "klaut" und sie besser umsetzt, als ich, der hat meinen Respekt.
Was zählt ist für mich nicht die Idee, sondern die Umsetzung.
Viele Menschen haben Ideen. Aber nur wenige haben den Drive, sie konsequent umzusetzen.
…hier bin ich noch auf einem emotionalen Schlingerkurs… Allerdings mit der Tendenz zur unbekümmerten Veröffentlichung. Ich kann auch diejenigen verstehen, die ihr Wissen lieber gegen Bezahlung anbieten und dieses Wissen zudem als schützenswertes Betriebsvermögen ansehen.
@ Gitte
Den von Dir aufgestellten Wahrheiten stimme ich zu. Nur weil ein kleiner Teil der Menschen meint, sich fremdbedienen zu müssen, kann die Lösung nicht sein, keine Informationen mehr zu veröffentlichen.
Hier gilt: „Wer nicht wirbt, stirbt!“ (Quelle unbekannt)
Darum finde ich Deinen Hinweis sehr wichtig: „…der Kern Ihres Geschäfts (ist), dass Sie potenzielle Kunden auf sich aufmerksam machen (…). Denn Sie wollen verkaufen. Dazu muss ich sehen, was Sie drauf haben, ich muss Sie als kompetent für mein Anliegen beziehungsweise mein Problem erleben und ich muss möglichst klar erfassen, welche Leistung Sie bieten. Wenn Sie also aus Angst davor, dass ein Mitbewerber auf Ihrer Website etwas abkupfern könnte, möglichst wenig preisgeben (…), dann schneiden Sie sich ins eigene Fleisch.“
Wenn ich Unterlagen für Seminare oder Beratungen erstelle, nutze ich die allgemein gültigen beziehungsweise üblichen Zitierregeln wie sie in wissenschaftlichen Arbeiten angewandt werden und verweise auf meine Quellen, die auf einer eigenen Seite aufgeführt werden.
Nun schreibst Du unter der Überschrift „Die Urheberrechtsverletzung“, dass „besonders das Internet (…) leider dazu (führt), (…) alles, was im Internet zu finden ist, kopieren und nutzen (zu dürfen). Andere denken, es sei in Ordnung, sofern man die Quelle dazu angibt. (…) Dem ist nicht so! Jeder Text (…) etc. unterliegt dem Urheberrecht – auch wenn Sie nirgendwo explizit einen Vermerk oder das Copyright-Zeichen sehen. Außer es steht explizit dabei, dass die Inhalte genutzt werden dürfen.“
Diese Information ist wichtig. Ich bin bisher davon ausgegangen, dass ich Inhalte aus Internetseiten ebenso auszugsweise zitieren und mit korrekten Quellenangaben versehen nutzen kann, wie ich Passagen aus veröffentlichten Büchern, Zeitschriften und Zeitungen verwenden darf. Bisher gab es für mich noch keinen Anlass, im Internet veröffentlichte Texte zu zitieren, da ich zumeist auf die klassischen Quellen in Papierform verweise, aber viele schlaue Gedanken sind ja auch im Internet verbreitet worden, die sicherlich gut genutzt werden könnten.
Zum Schmunzeln finde ich, dass Du Euren Anwalt als „Terrier“ bezeichnest…
@ Frau Klein
Ebenso wie Sie erwähne auch ich stets, wo ich mein Wissen her habe. Auch in mündlicher Form. Ich finde es unseriös, sich mit fremden Federn zu schmücken. Auch Erlebnisse, die mir andere berichtet haben, und die ich zur besseren Erläuterung von Überlegungen beispielhaft anführe, versehe ich mit der Information, dass nicht ich, sondern jemand anderes dies erlebt hat.
Ebenfalls halte ich es für richtig, Methoden auch gern „härchenklein“ (Zamyat M. Klein) darzulegen, wenn es erforderlich ist. Letztlich ist und bleibt es ja ein Unterschied, wer diese Methoden dann wie anwendet und umsetzt. Wobei die Frage bleibt, ob derjenige, der diese Vorgehensweisen erdacht hat, diese nicht ohnehin besser zum Nutzen des Kunden anwenden kann, da hier ja auch viel Erfahrungswissen vorhanden ist, das zu der erdachten und veröffentlichten Methode geführt hat.
@ Ralf
Deinen Gedanken, dass für Dich die Umsetzung einer Idee wichtiger als die Idee selbst ist, und dass nur wenige Menschen die Energie und Ausdauer aufbringen, Ideen auch wirklich umzusetzen, finde ich gut und richtig.
Ich muß heute noch schmunzeln, wenn ich an eine dreiwöchige Reise denke, die ich vor einigen Jahren gemacht habe. Zwei Bekannte hatten die Idee, eine „Heute hier – morgen da“-Reise zu machen. Mir gefiel die Idee. Ich hatte die Möglichkeiten und die Kontakte in das Land ihrer Träume. Also bot ich an, gemeinsam zu fahren. Letztlich wurde nichts daraus. Die Bekannten blieben bei ihren Ideen und Träumen. Ich organisierte diese Reise dann mit jemand anderem und machte aus der Idee eine schöne Erfahrung, an die ich mich noch heute gerne erinnere.
Herzliche Grüße aus Hamburg
Norbert
Das ist ja besonders schön, wenn sich aus so einer unerfreulichen Sache dann doch noch ein "Happy End" mit so einem schönen Zusatznutzen - wie in dem Fall Ihrem ersten Buch - entwickelt hat.
Wenn sich nach so einer "Verfehlung" ein gutes Verhalten und eine Entschuldigung anschließt, dann bereitet das natürlich den Weg, dass da noch was draus wird.
Dennoch werde ich es nie begreifen, warum man nicht gleich den direkten Weg geht (_Wieso mich niemand um Erlaubnis gefragt hat/Wieso sie nicht mich den Beitrag haben schreiben lassen/Wieso nirgendwo mein Name auch nur auftaucht_). Erst recht, wenn man schon miteinander arbeitet.
@Ralf
Ja, genau das "mit Leben füllen"/umsetzen ist ja nochmal eine andere Baustelle.
Und ganz allgemein ist es ohnehin spannend, wie eine reine Idee völlig unterschiedlich umgesetzt werden kann (wenn überhaupt).
@Norbert:
Mit dem Zitieren ist es natürlich wie im Printbereich: Wenn Du wo was siehst, kurz zitierst mit vollständiger Quelle/Verweis, dann wird das sicher auch vom Urheber in Ordnung gehen.
Aber auch mit dem Zitieren ist das eben so eine Sache. Selbst das Nutzen von kleinen Zitaten ist nicht ganz so einfach (auf Zitatesammlungs-Seiten steht zum Beispiel in der Regel auch "Kleingedrucktes") und ich hatte es schon bei Buchverlagen, dass sie vor einleitenden Zitaten für Buchkapitel zurückgeschreckt sind, weil es da auch schon zu Problemen kam.
Beim Thema "auszugsweises Zitieren" fällt mir noch ein Fall ein: Und zwar das Zusammenbasteln von Zitaten, so dass ein anderer Eindruck entsteht. Da hat mich nämlich auch mal der Schlag getroffen: Ein Journalist hat einen Artikel zum Thema "Gags bei der Bewerbung verschicken" so zusammengeschustert, dass der Eindruck entstand, ich hätte in wörtlicher Rede eine bestimmte Bewerbungsmasche kommentiert. Dabei hat er nur einen Auszug aus einem Artikel zu mir dazu genommen, ein völlig anderes Beispiel vorangestellt und das Zitat eingeleitet mit "Gitte Härter sagt dazu ..." - dabei wusste ich weder etwas davon, noch habe ich diese spezielle Sache kommentiert. Also auch Auszugsweises hat seine Tücken.
Im Zweifelsfall empfiehlt sich immer: Einfach fragen. Wenn alles klar geht, sind alle froh und beruhigt. Und es ist schöner Stil. Ich freue mich immer, wenn sich manchmal Trainer melden, die mir eine E-Mail schicken und sagen: _"Ich würde gerne diesen Abschnitt oder diese kleine Checkliste von Ihnen für mein Seminar xy nutzen. Natürlich gebe ich Ihr Buch dazu an und Ihren Namen. Ist das okay?"_ Ist doch der beste Stil!
Zu unserem Anwalt: Ja, ich habe ihn vor vielen Jahren in einem Internet-Spiel kennengelernt. Da war ich noch angestellt. Und da er auf Internet/Medienrecht und so spezialisiert ist, lag es nahe, dass wir natürlich ihn zu unserem Anwalt machen. Und ja: Er ist ein netter Mensch. Aber als Gegenanwalt möchte ich ihn nicht haben - darum schätze ich als Mandant die Terrierqualitäten
Schönen Abend
Gitte
danke für den tollen Artikel. Ich habe Ihn mit großen Interesse gelesen, da ich selbst mit einer Internetseite schon Opfer von einem Textklau wurde.
Ich habe mich im Internet mal etwas umgesehen und festgestellt, dass einer meine Seite KOMPLETT übernommen hat; nur der Header wurde mit einer anderen Grafik versehen. Ich dachte zuerst, dass das doch gar nicht sein kann - so doooof kann doch keiner sein, oder?
Ich hab dann auch zuerst Kontakt mit einem Anwalt aufgenommen. Er hat mich freundlicher weise auf das Risiko hingewiesen, dass ich evtl. für die Kosten aufkommen muss, wenn von dem DIEB nicht's zu holen ist (netto 912EUR wollte der Anwalt haben).
Ich hab mich dafür entschieden, selbst mit dem Dieb Kontakt aufzunehmen und das was auch gut so. Der Typ hatte keine Kohle, hat sich 1.000x entschuldigt. Als Strafe hat er mir 10 Artikel für mich geschrieben, die ich dann zu SEO-Zwecken eingesetzt habe
danke für Ihr Feedback und den Erfahrungsbericht.
Das ist doch auch eine sehr kreative Lösung mit den Artikeln! - Vor allen Dingen, da sich der Klauer entschuldigt(und hoffentlich daraus gelernt) hat.
Da soll man dann auch nicht nachtragend sein.
Ein schönes Wochenende
Gitte
PS: Den link auf Ihre Website im Kommentar habe ich gelöscht, weil wir nicht möchten, dass sich Eigenwerbung in Kommentaren verbreitet. Aber Sie haben ja die Möglichkeit genutzt, die Website bei Ihrem Namen zu hinterlegen. Interessenten können sich so bei Ihnen reinklicken. [<- jetzt war ich ins "Du" verfallen, hab's korrigiert
mir geht es seit einiger Zeit auch so, dass meine Texte oft kopiert werden. Ohne zu fragen, ohne Link, ohne Quellenangabe.
Am dreistesten finde ich immer noch diejenigen, die ihren eigenen Namen unter meine Texte setzen und dann dazuschreiben "...ist urheberrechtlich geschützt. Jeder Diebstahl wird sofort zur Anzeige gebracht".
Wenn man sich da nicht mal ins eigene Fleisch schneidet. Denn: fragen kostet wirklich nichts.
Liebe Grüße!
schlimm, schlimm, schlimm! Das kenne ich auch, dass dann dick und fett ein Copyrighthinweis angebracht wird - ich frage mich da immer (mal Ärger, rechtliche Konsequenzen und Kosten außen vorgelassen), was solche Leute sich "in sich" und "von sich" denken. Unfassbar!
Viele Grüße
Gitte
wenn ich mir das so überlege - die denken wahrscheinlich gar nicht's.
... jüngst hat mir sogar ein relativ bekannter InterentMarketer einen kompletten BlogPost 1:1 geklaut und auf seinem Blog nochmals veröffentlicht. Er war gerade noch in der Lage den Namen zu ändern
Gruß
Siegmar
PS: lasst Euch von solchen Pfeifen die Arbeit nicht schlecht machen
un-fass-bar! 1:1 klauen und dann sogar noch verhältnismäßig bekannt sein. Da sitz ich wirklich mit offenem Mund vor dem Bildschirm!
Vermutlich hast Du recht: wahrscheinlich denken sie sich nichts.
Ich hatte auch schon öfter das Statement: "Wieso, es ist im Internet - das ist öffentlich und gehört jedem."
UAAAAAH.
Zum Glück sind das immer nur ein paar Pappenheimer - die Mehrheit der Leute ist ehrlich ... und fragt.
Viele Grüße
Gitte
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Gitte Härter •
ja, solchen groben Klau finde ich natürlich auch unverschämt. Ich habe es einmal erlebt (mir sehr positiven Folgen
Und fand nicht nur meinen eigenen Seminarinhalt, sondern sogar noch Fotos von meinen Flipcharts und Wandzeitungen.
Da ich mit dem Institut zusammenarbeitete, habe ich sofort empört da angerufen:
1. wieso mich niemand um Erlaubnis gefragt hat
2. wieso sie nicht mich den Beitrag haben schreiben lassen
3. wieso nirgendwo mein Name auch nur auftaucht (dass das aus meinem Seminarbericht ist).
Ergebnis: ich habe meinen ersten Buchauftrag bekommen - und festgestellt, dass ich schnell und gerne schreibe.... Insofern ist das dann mehr als gut ausgegangen.
Aber es scheint tatsächlich üblich zu sein, dass Klauen "normal" ist. So meinte eine Seminarteilnehmerin einmal am Ende eines Seminars, sie fände es toll - und ungewöhnlich- das ich oft gesagt hätte: Hier habe ich eine tolle Methode, die habe ich von der und der Autorin oder bei dem Kollegen XY kennen gelernt.
Da wo ich es weiß, sage ich es immer (und in Büchern schreibe ich es dazu)- bei vielen Seminarmethoden und Spielen ist es allerdings nicht mehr nachzuvollziehen, wer sie als erster in Umlauf gebracht hat. Sie geistern seit 30 Jahren durch die Szene mit etlichen Veränderungen- und sind somit Allgemeingut geworden.
Das mit "etwas am Text verändern und dann ist es ok" habe ich mal in einem anderen Zusammenhang gehört. Da ging es aber um meine eigenen Seminarunterlagen bzw. Veröffentlichungen. Da hörte ich, wenn ich da ein wenig am Layout ändere und Worte austausche, dass ich dann rechtlich nicht angegangen werden kann, wenn ich das bei einem anderen Institut auch als Seminarmaterial einsetze.
Aber da habe ich ja nicht Texte von anderen geklaut, sondern meine eigenen.
Schöne Grüße
Zamyat M. Klein