Im Kundenkontakt

Buchtipp: Tüte oder so was

Gitte Härter • 26.05.2010 • email Weiterempfehlen

imageHier habe ich ein Buch entdeckt, das Ihnen gefällt, wenn Sie viel unmittelbaren Kundenkontakt haben.

Ich habe sofort zugegriffen, weil ich zwar einerseits schon sehr streng bin, was Höflichkeit und Service angeht ... mir aber gleichzeitig seit jeher bewusst ist, wie schwierig es ist, den lieben langen Tag lang unmittelbar mit Kunden zu tun zu haben. Selbst wenn jeder davon nett und höflich wäre (was natürlich nicht der Fall ist), ist es irre anstrengend.

Dieses Buch befasst sich mit all den Nervereien und Unverschämtheiten, aber auch mit den vielen kleineren, ständig präsenten Prüfungen, die auf Händler, Handwerker, Ärzte, Dienstleister und und und so niederprasseln.

Auch wenn Sie sich für einen vorbildlichen Kunden halten und bei vielen Beispielen sicherlich den Kopf schütteln, bin ich fast sicher, dass Sie sich – wie ich – auch bei einigen Dingen wiedererkennen, die Ihnen gar nicht als nervig bewusst waren.

Ich beispielsweise sage auch oft vor dem Einsteigen in ein Taxi „Sind Sie frei?“, habe im Computerladen schon gesagt „Naja, so Standardanschlüsse halt!“ und beim Arzt schon verkündet, dass ich schon im Internet recherchiert habe, was ich haben könnte.

Inhalt:

Vorwort
Vom Segen der Verbraucherkritik

„Ich Kunde, du Service-Fuzzi“
Unhöflichkeit

„Möchten Sie unsere Kundenkarte testen?“
Der Fluch der Wiederholung

„Das kostet dann wohl nichts!“
Jeden Tag derselbe Spruch

„Krieg ich das billiger?“
Ungeiler Geiz

„Ihr Kollege hat aber gesagt!“
Der König lügt

„Wozu wollen Sie das wissen?“
Grenzenloses Misstrauen

„SIE sind doch hier der Fachmann!“
Überzogene Ansprüche

“Oder, nee, doch lieber anders“
Unentschlossenheit

„Nur mal kurz“
Drängeln einerseits und Trödeln andererseits

„Aber im Internet steht das so“
Halb- und Besserwisser

„Wissen Sie, was ich meine?“
Kunden ohne jeden Schimmer

„Ach so, sorry“
Gedankenlosigkeiten

„Und was ich auch noch erzählen wollte“
Überflüssiges Gerede

Glibsch und Glibber
Ekelhaftigkeiten

„Sie hören noch von mir!“
Drohungen und leere Versprechen

„Wissen Sie eigentlich, wer ich bin?“
Wichtige Menschen

„Vielen Dank!“
Kunde sein und trotzdem nicht nerven

Schlusswort
Was macht die Gewerkschaft im Paradies?

—-


Vorsicht: Das Buch ist etwas polemisch geschrieben, was die Autorin auch am Ende anspricht.


Tüte oder so was
Wie man als Kunde nervt, ohne es zu merken

Ulrike Sterblich
Goldmann Verlag

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Anmerkungen & Kommentare

Von: Norbert Jothann am 27.05.2010
...bei "Sind Sie frei?!" kommt mir gerade ein Erlebnis dazu in den Sinn.

Vor ein paar Jahren bin ich mit dem Spruch "Sind Sie noch frei?" in ein Taxi in Berlin gestiegen. Auf dem Fahrzeugdach war das Licht des Taxi-Schildes nicht angeschaltet, wodurch angezeigt wird, daß das Taxi "frei" ist. Im Taxi war kein Fahrgast.

Die Antwort der Taxi-Fahrerin: "Danke der Nachfrage. Seit letzter Woche nicht mehr. Ich habe meinen Traummann bereits gefunden."

wink

 

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