Haben Sie Ehrgeiz?
Ehrgeiz fasziniert mich. Also diese treibende Kraft, die manche Menschen haben: Unbedingt etwas erreichen zu wollen, der „Beste“ in etwas zu sein, andere zu übertreffen, etwas, was man anfängt, unbedingt fertigmachen zu müssen, und am besten höher-schneller-weiter ... diesen inneren Antrieb kenne ich nicht.
Wenn ich mich darüber mit Leuten unterhalte, schauen sie mich immer zweifelnd an und sagen: „Aber du machst doch so viel. Du kokettierst doch nur!“ Das stimmt aber nicht: Nur, weil jemand viel macht oder in mancherlei Hinsicht eifrig ist, heißt das noch lange nicht, dass es sich um Ehrgeiz handelt. Zumindest nicht um die Art Ehrgeiz, um den es mir hier geht.
Was ist Ehrgeiz?
wortschatz.uni-leipzig.de listet folgende Synonyme für „Ehrgeiz“ auf:
Ambition, Betriebsamkeit, Eifer, Emsigkeit, Fleiß, Geltungsbedürfnis, Geltungsdrang, Geltungsstreben, Geschäftigkeit, Machtanspruch, Machtbesessenheit, Machtgier, Machthunger, Machtstreben, Machtwahn, Rastlosigkeit, Ruhmsucht, Regsamkeit, Rührigkeit, Streben, Strebsamkeit, Tatendrang, Unermüdlichkeit, Wetteifer
Vor einigen Jahren war ich in einem Kommunikationsseminar. Der Trainer war felsenfest der Überzeugung, dass jeder immer gewinnen will. Also dass in einem Spiel oder in einem Wettkampf es immer nur ums Siegen über andere geht. Ich glaube das nicht.
Ehrgeiz als Garant für Erfolg?
Was ich schon glaube: Wenn jemand so richtig ehrgeizig ist, also unbedingt etwas erreichen oder sich und anderen etwas beweisen will, etwa
- eine bestimmte Position am Markt zu bekommen,
- ein bekannter Fachmann in seinem Bereich zu werden,
- die Expansion seines Unternehmens oder auch 1 Million zu erreichen,
dann ist das wie ein innerer Turbo, der zudem natürlich den Grad an aufzuwendender Selbstdisziplin abmildert.
Vielleicht sind Sie auch nicht so sonderlich ehrgeizig, dann kennen Sie dieses Gefühl dieses inneren Antriebs von Kleinigkeiten. Etwa, wenn Sie unbedingt noch diese knappe Deadline schaffen möchten. Oder wenn Sie etwas endlich kapieren wollen und sich extra anstrengen, weil Sie es können wollen.
Ehrgeiz ist aber nicht unbedingt schön.
Folterwerkzeug Ehrgeiz?
Manche Menschen sind eher Knecht ihres Ehrgeizes. Sie können dann nicht locker lassen, sind Getriebene im negativen Sinne. Oder sie sind nie zufrieden, weil das, was sie geschafft haben, noch schneller oder besser hätte sein können.
Ich fände es sehr spannend, wenn Sie in den Kommentaren berichten, wie es sich mit dem Ehrgeiz bei Ihnen so verhält – oder was Sie darüber denken.
Sind Sie ehrgeizig? Oder eher nicht? Ist es ein toller Antrieb, der Sie zu Höchstleistungen anstachelt oder der es Ihnen leicht macht, auch schwierige Phasen zu überstehen? Oder sind Sie gar nicht ehrgeizig – und wie wirkt es sich auf Sie aus?
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Anmerkungen & Kommentare
mir fällt zu Ihre Frage immer die Medaille mit den 2 Seiten ein. Auf der einen Ehrgeiz und Leidenschaft mit all den für uns etwas negativ besetzten Begriffen. Auf der anderen Seite sehe ich das Begriffspaar Vision und Begeisterung.
Unter dem Strich, im Ergebnis ist die Quelle der Energie manchmal nicht so recht zu unterscheiden. Während der Aktivität, um ein Ziel zu erreichen sicherlich schon.
Herzliche Grüße
Hans-Gerd Staschewski
Das Wort "Geiz" basiert von der Herkunft her auf dem Wort "Gier".
Die Gier nach Ehre also.
Nach etwas zu gieren. Ehre. Geiz. Gier. Das klingt schon nicht schön, wenn man sich dies in Gedanken auf der Zunge zergehen läßt. Es klingt anstrengend.
Anstrengend, sich anstrengen, nach etwas streben, nach Ehre streben oder gieren.
"Um der Ehre willen..." - "Hast du keine Ehre?" - "Hast du keinen Ehrgeiz?"
Das klingt nach einem Forderungsbeschleuniger, der von Dritten an- und ausgeschaltet werden kann.
Die Gier nach Ehre. Ich sehe dabei jemanden vor mir, der mit nach außen gequollenen Augen auf ein Ziel fixiert ist, das weit vor den Zielen anderer liegt, um nur ja immer weit vor anderen zu sein.
"Ehrgeiz ist unmäßige Begierde nach Ehre."
(Baruch de Spinoza)
"Ach der unseelige Ehrgeiz, er ist ein Gift für alle Freuden."
(Heinrich von Kleist)
"Wer sein Gewissen dem Ehrgeiz opfert, verbrennt ein Bild, um die Asche zu bekommen."
(Sprichwort aus China)
Ambition, Betriebsamkeit, Eifer, Emsigkeit, Fleiß, Strebsamkeit, Rastlosigkeit, Wetteifer, Unermüdlichkeit, Tatendrang
Diese negative Seite hätte ich eher mit falscher Dosierung gleichgesetzt, also wenn "ein Ehrgeizling" sich komisch verhält, weil er unbedingt etwas erreichen möchte. Oder wenn jemand überehrgeizig ist und über's Ziel hinausschießt, wenn also die Symptome ins Ungute kippen.
Prinzipiell ist Ehrgeiz doch was Gutes. Etwas unbedingt erreichen wollen und dafür auch extra Einsatz zu zeigen.
Wie der Wettkämpfer, der trainiert.
Oder der Musiker, der zu den Weltbesten zählen will und täglich 5 Stunden übt.
Oder der Selbstständige, der ein Imperium aufbauen möchte.
Dieses Verlangen treibt, spornt und trägt doch, oder nicht?
ich sehe das auch so! Wenn mir etwas echt Spaß macht, dann kann ich richtig ehrgeizig werden.
Dann möchte ich "was weiterbringen" und der Ehrgeiz wächst.
Ehrgeiz um Klassenbeste zu sein? Nicht mein Ding!
@ Nobert, gefällt mir gut, wie du das Wort zerpflückst. Wie immer im Leben, alles hat zwei Seiten.
lg.
Edeltraud
Ich denke, dass das eine Frage der Sichtweise und Einstellung zu den Dingen und Herausforderungen, die einem begegnen, ist.
Generell sind bestimmte Begriffe neutral. Erst die Deutung, Herkunft oder jahrelange Nutzung machen Begriffe zu etwas Positivem oder Negativem. Darum empfiehlt es sich ja auch, vor einer Diskussion die Begriffe zu definieren, damit unnötige, unfruchtbare Aussetzungen von vorneherein vermieden werden.
Das Wort „Enttäuschung“ beispielsweise ist für sich gesehen ein neutrales Wort. Erst der Umgang im Alltag damit macht es bei vielen Menschen zu einem negativen Begriff. Dabei kann eine Ent-Täuschung etwas Gutes, Heilendes sein, wenn man von einer Täuschung befreit wird, der man vielleicht durch eigene Projektion aufgesessen ist.
Du, Gitte, definierst Ehrgeiz mit den Wörtern „Ambition, Betriebsamkeit, Eifer, Emsigkeit, Fleiß, Strebsamkeit, Rastlosigkeit, Wetteifer, Unermüdlichkeit, Tatendrang“. Auch bei dieser Aufzählung gibt es Begriffe, die für manchen eher negativ besetzt sein können. So zum Beispiel „Eifer“ oder „Rastlosigkeit“.
Wenn hier nun Ambition, Fleiß, Strebsamkeit, Unermüdlichkeit, Tatendrang für die Definition genommen werden, so kann ich mich der positiven Sichtweise des Wortes Ehrgeiz annähern, ohne dieses Wort dafür benutzen zu müssen. Bei Betriebsamkeit kommt mir aktuell eher „operative Hektik“ in den Sinn. Also machen um des Machens willen. Was nicht unbedingt mit Produktivität zu tun haben muß.
So wie es Zitate für die negative Seite des Wortes Ehrgeiz gibt, so gibt es auch ein paar wenige für die positive Sicht auf diesen Begriff.
"Der Ehrgeiz ist für die Seele, was der Hunger für den Leib ist." (Ludwig Börne)
"Ich vermute mal, dass irgendwie jeder, der den Ehrgeiz hat, etwas zu erschaffen und nicht kaputt zu machen, Respekt verdient." (Kurt Cobain)
"Nur der Ehrgeiz altert nicht, und das, woran sich das tatenlose Alter am meisten freut, ist nicht, wie man behauptet, das Geld, sondern die Ehre." (Thukydides)
Interessant finde ich, dass oft versucht wird, allgemein negativ belegte Begriffe mit einem positiven Attribut zu versehen, um sie auch für das Gegenteil der landläufigen Auffassung zu nutzen. Hier ein paar Beispiele: "Gesunder Ehrgeiz", "Gesunder Pessimismus", "Gesunder Stress", „Gesunder Egoismus“, „Positive Anspannung“…
Es gibt eine Studie der Psychologen Gregory Miller und Carsten Wrosch von der British-Columbia-Universität in Vancouver, die ein psychologisches Instrumentarium entwickelt haben, mit dessen Hilfe sie ihre Probanden in besonders und in weniger zielorientierte Menschen eingeteilt haben. Das Ergebnis wurde in zwei deutschen Magazinen wie nachfolgend zu lesen gewichtet und berichtet.
FIT FOR FUN Artikel "Zu viel Ehrgeiz ist ungesund"
Focus Online Artikel "Streber werden schneller krank"
Das Ergebnis dieser Studie lautet mit meinen Worten zusammengefasst:
Sehr ehrgeizige Menschen spielen mit ihrer Gesundheit und befördern durch ihre Wesensart chronische Erkrankungen. Die seelische und körperliche Verfassung ist bedroht.
Aber: Es gibt auch etwas Positives aus dieser Studie zu berichten: Besonders zielstrebige Menschen trauern nicht erreichten Zielen nicht lange nach, sie stellen sich voller optimistischer Begeisterung neuen Herausforderungen.
Bleibt noch das Wort, der Begriff Ehrgeiz. Von seiner Herkunft ist dieser Begriff ehre negativ gewichtet. Der Volksmund hat ja auch eine Redewendung dafür: „Von Ehrgeiz zerfressen.“ Das klingt nicht gesund.
Ach wenn es für den einen oder anderen wie Semantik klingt, so gibt es doch bessere, unbelastete Begriffe, um sich zu Leistungen anzuspornen. Beispielweise: ambitioniert sein.
Aus meiner Jugendzeit kenne ich zwei Sprüche, deren Ursprung mir nicht bekannt ist:
1. "Willst du etwas werden, so musst du dich erden.“ (Oder: Verliere nicht die Bodenhaftung.)
2. "Willst du etwas erreichen, so gehe nicht über Leichen.“ (…auch nicht über deine eigene…)
Ambitionierte Grüße
Norbert
vielen Dank für Deine umfassende Ausführung und die links.
Ja, es ist ganz so wie wir es bei den Sprüchen schon hatten: wir selbst bewerten natürlich immer die Dinge je nachdem, wie wir drauf sind, aufgewachsen sind etc.
Und genau wie bei den Begriffen, die für Dich in meiner Aufzählung negativ bewertet sind, kommt's wieder auf die Dosierung an, oder? Sehr interessant in dem Zusammenhang Dein Hinweis auf die "vorauseilende Färbung" à la gesunder Egoismus etc. Ich glaube, dass soetwas auch ganz wichtig ist, eben um nicht durch eine Bewertung eines Wortes wie hier beim Ehrgeiz oder auch parallel im Akzeptanz-Beitrag in ein Missverständnis zu rutschen.
Dass ich das Wort so positiv besetzt sehe ist übrigens, wie ich im Artikel schon beschrieben habe, dass ich mir denke: Ach, wäre es schön, ehrgeiziger zu sein!
Selbst bin ich nämlich so im allgemeinen ein recht bequemer Mensch. Ich mag es nicht sonderlich mich anzustrengen
Viele Grüße
Gitte
Diese Frage beschäftigt mich schon lange und daher bin ich auch bei ihrem Artikel "gelandet".
Warum ich ein Wort suche dass so negativ klingen müsste wie Ehrgeiz positiv klingt? Weil ich genau das bin. Ich bin ________ . Eben NICHT ehrgeizig. DAS ich es nicht bin weiss ich schon lange, nur bin ich mir dessen erst BEWUSST seit ich verlobt bin.
Ich bin verlobt mit einem wundervollen Mann. Er ist erfolgreicher Geschäftsmann, erfolgreicher Sportler, ja sogar ein erfolgreicher Schiedsrichter und äußerst erfolgreicher Mensch als Person. Warum wohl, wenn nicht aus ehrgeiz?
Und das wundervollste: er ist so erfolgreich und dennoch würde er sich nie über andere Stellen, gibt jedem das Gefühl er stünde mit ihm auf der selben Schwelle und nicht darunter. Und auch das - daran zweifle ich nicht - aus ehrgeiz.
Also wo liegt mein Problem?
Nun... ehrgeiz HAT nuneinmal seine Nachteile. Besonders bei einem SO strebsamen Mann. Er trainiert um bei dem Nächsten kampf zu gewinnen. Ich trainiere (mäßig) weil es mir spaß macht. Und er versucht mich anzustacheln indem er mich anfeuert - und macht es damit nur noch schlimmer. Schon als Kind hatte ich dieses Problem. Ich habe Tennis gespielt im Verein, viele Jahre lang. Ich war eine der Besten, doch sobald ein Wettkampf anstand sank meine Laune und meine Leistung war so schlecht wie meine Laune sank. Enorm.
Und er versteht es nicht. (Logisch.)
Und ich versteh IHN nicht, dass ihn der Gedanke an einen Wettkampf anspornt, wo MICH dieser Gedanke (ich bitte um Entschuldigung) ankotzt. Das ist mein ernst, es wiedert mich gerade zu an. Ein Gefühl wie Galle.
Und selbstverständlich führt sein Ehrgeiz ihn in falsche Sphären. Nur nicht in solch elementaren Dingen wie bei seinem Beruf. Nein, es sind die Kleinigkeiten. Ein Computerspiel, nicht ebsonders anspruchsvoll - eher banal - muss er um jeden Preis gewinnen. Er erstellt sich Listen und Tabellen welches Vorgehen am "ertragreichsten" ist. Er erstellt mehrere Konten um Extrapunkte zu bekommen und kontrolliert minütlich den Spielablauf - nur um der BESTE zu sein.
Und wenn es heißt "Schatz, komm ins Bett ich bin müde." dann bekomme ich entweder garnichts zu hören, weil er so vertieft ist oder ein "nur noch 10 min., dann kann ich hier beim Gegner Punkte sammeln." Er hat es so weit getrieben dass ich mich abgemeldet habe, da auch ich dieses Spiel gespielt habe.
Aber nicht aus verbissenen kampfgeist, sondern weil es Spaß gemacht hat.
Ich bin Selbstständig.
Und alles war gut so lange ich Kunden hatte, denn meine Arbeit hat mir Spaß gemacht. Nun bin ich umgezogen und meine _____ ("ehrgeizlosigkeit"?)legt mir selbstverständlich viele Probleme in den Schoß die ich rein Gefühlsmäßig nicht managen kann! Ich WILL arbeiten, aber ich schaff es nicht mich selbst anzuspornen, weil eben das irgendwie nichts nützt.
Ich WILL ehrgeizig sein! Ich WILL mich ändern!
Aber wie zu Geier, wie?!
Und wie zum Teufel heißt das Gegenteil von Ehrgeiz? Apathisch und phlegmatisch ist schon wieder irgendetwas Krankhaftes dass dem Wort das ich Suche nicht gerecht wird.
bei Wictionary finde ich als Gegenwörter
Antriebslosigkeit, Einsiedlertum, Faulheit, Ignoranz, umgangssprachlich: Wurstigkeit
... ich selbst hätte als Angebot noch anzubieten: "Kein Ehrgeiz" oder "nicht besonders ehrgeizig" - hier würde ich mich selbst beispielsweise einordnen, denn ich sehe mich auch nicht "krankhaft nicht ehrgeizig" und es ist bei mir auch keine Phase, sondern der Ehrgeiz wie oben beschrieben oder wie Du ihn auch von Deinem Partner schilderst, ist mir einfach völlig fremd (wie Du ja von Dir selbst auch beschreibst).
Was Du noch nachgeschickt hast mit Deiner Selbstständigkeit:
>>Ich WILL arbeiten, aber ich schaff es nicht mich selbst anzuspornen, weil eben das irgendwie nichts nützt.
... das ist natürlich schon eher in die Richtung Antriebslosigkeit, mutlos, motivationslos ... zumindest klingt es so. Denn das ist ja nicht ein "Ich will nicht (noch) mehr erreichen", sondern es gelingt Dir nicht, Dich anzuspornen, weil Du denkst, es nützt nichts. Das ist also nicht der Alltags-Nicht-Ehrgeiz, sondern der Sonderfall-ich-bin-da-gerade-in-einer-schwierigen-Phase-macht-nichts-Fall.
Ich würde Dir empfehlen, hier also momentan mal nicht mit "ehrgeizig sein wollen" zu hantieren, sondern mir darüber klar zu werden, was genau ich will und was ich mit der Firma erreichen möchte. Wenn Du zur Zeit einfach auch müde und motivationslos bist oder Dich wie in einem Loch fühlst, weil Du eben keine Kunden hast gerade, dann ist auch das gerade noch nicht dran, sondern dann heißt es erstmal "aufpäppeln". Da könnte Dich der Selbstlernkurs "Wenn die Selbstständigkeit belastet" interessieren, kannst ja mal die Beschreibung durchlesen, ob es was für Dich ist.
Nicht hilfreich ist natürlich, wenn Du Dich ins Verhältnis setzt und dabei immer schlechter aussiehst oder glaubst, Du müsstest dem Level von Ehrgeiz Deines Partners nacheifern oder gar gerecht werden. Wenn wir eh schon nicht so gut drauf sind, ist es nicht hilfreich, uns auch noch selbst was auf die Mütze zu geben.
Viele Grüße
Gitte
ich hab mir deinen Rat zu Herzen genommen und du hast recht. Ich werde meine Ziele mal etwas genauer betrachten und eventuell neu abstecken.
Und was den Ehrgeiz-Defizit mit meinem Partner angeht, versuch ich auch schon Lösungen zu finden. Vor allem im Sport. Wenn wir Rennrad fahren hat er immer hinter mir zu fahren, obwohl er mir immer anbietet mich in den Windschatten zu nehmen. (Achtung, ich habe meinen Ehrgeiz entdeckt: -->) Ich möchte das aber nicht, denn für mich ist das wie schummeln. Ich will MEINE eigene Leistung wissen, möchte es selber schaffen den blöden Berg hinauf zu kommen - und nicht weil ich mich in seinem Windschatten "ausgeruht" habe.
Andersherum hatten wir dieses Wochenende einen Inliner-Marathon und er ist mit mir zusammen gefahren, damit wir gemeinsam Spaß daran haben. Und für ein angemessenes Kräfteverhältnis habe ich ihn die ganze Zeit vor mir fahren lassen (damit er sich nicht langweilt
Also ich schätze, dieses Wochenende hat mir gezeigt dass ich anscheinend doch einen kleinen Funken Ehrgeiz besitze. Und dass ich weiß wie/wann ich ihn dosiere. *smile*
Jetzt muss ich das ganze nur noch auf die Selbstständigkeit und die Kundensuche umlenken.
Motivierte Grüße
Annett
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Gitte Härter •
(Bernhard Plettner, 1914 - 1997)
Hallo, Gitte!
Gestern der Akzeptanz-Artikel, heute die Ehrgeiz-Frage. Schade, daß ich derart interessante Fragestellungen in diesen Tagen erst immer so spät am Tage entdecke, wenn mir fast schon die Augen zu fallen.
In früheren Tagen hätte ich jetzt den Ehrgeiz (?) gehabt, unbedingt noch zu später Stunde einen Kommentar vom Stapel zu lassen. Aber jetzt? Jetzt gehe ich meinem körperlichen Verlangen nach einem harten Arbeitstag nach - und damit zu Bett.
Herzliche Grüße
Norbert