Machen Sie doch mal Scheinurlaub
Richtig Urlaub ist gerade kein Thema, aber etwas ungestörte Zeit, um mal wieder durchzuatmen und Aktuelles in Ruhe wegzuarbeiten, wäre schon nicht schlecht? Dann ist die richtige Zeit für Scheinurlaub!
So gehts:
- Allen sagen, dass Sie eine Woche (oder ein paar Tage) nicht da sind.
- Abwesenheitsassistenten mit Urlaubsinfo rein, Anrufbeantworter besprechen. Wenn gerade was Superwichtiges ansteht, können Sie Ihre Termine trotzdem halten oder einen Kunden einweihen, dass es nur Scheinurlaub ist, Sie sich aber um seine Sachen auf jeden Fall kümmern.
- Sich selbst dran halten! ... und nicht etwa doch ständig ans Telefon gehen oder Mails beantworten.
So können Sie ohne Außeneinflüsse Ihre Arbeit machen und sich tagsüber auch den einen oder anderen Abstecher ins Café oder Fitnessstudio gönnen.
Ich liebe Scheinurlaub. Sollte ich auch mal wieder machen.
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Anmerkungen & Kommentare
Gerade zum Schreiben macht es Sinn, sich für eine Zeit zu verkriechen. Vorausgesetzt, die Umgebung bietet nicht zu viele Abwechslungen. Am besten so ein Hotel wie in "Shining"
Danke für die Erinnerung!
Ich hatte vor einigen Monaten ein Experiment begonnen:
EINEN FREIEN TAG PRO WOCHE.
Frau Birkner hatte von einem kanadischen Coach (Dan Sullivan) berichtet, der das als Bestandteil seines Coachingprogramms hat und dem Ziel, gleichzeitig mehr Umsatz zu machen.
Erst habe ich gekreischt: "Wie soll das gehen, ich schaffe ja nicht mal, alle Wochenenden frei zu halten - und dann ZUSÄTZLICH noch einen freien Tag"?
Und gleichzeitig klickte was in meinem Kopf und ich wusste: "Da ist was dran!"
Also habe ich damit begonnen, ähnlich wie du es beschreibst: fest in den Kalender eingetragen (bzw. mit grünem Textmarker den Tag gefüllt), AB besprochen, dass ich erst morgen wieder erreichbar bin etc. (ich könnte ja auch auf einem Training sein! Es muss niemand wissen, dass ich FREI mache).
Leider funktioniert es bis jetzt nur, indem ich wirklich meine Wohnung verlasse, in der auch mein Büro ist. Sonst ist die Versuchung zu groß, doch mal an die E-Mails oder das Telefon zu gehen.
Das artete dann in Shopping in Köln aus (auch nicht im Sinne des Erfinders). Bei schönem Wetter kann ich hier wandern. Habe mit einer Freundin besprochen, dass ich dann auch in ihre Wohnung kommen kann - damit ich nicht immer nur rumlaufe und Geld ausgebe
Für weitere Tipps bin ich dankbar - und im Moment habe ich den freien Tag etwas geschlurt.
Morgen soll aber zumindest ein halber Tag rausspringen, wo ich mich aus dem Büro davon mache...
Der Scheinurlaub erinnert mich an den Scheinriesen aus der Augsburger Puppenkiste
Urlaubige Grüße
Zamyat
Ja, Termin mit sich selbst machen, ist auch eine gute Sache. So richtig "Scheinurlaub" gibt Dir mehr geblockte Zeit am Stück, hat also nochmal eine andere Qualität, finde ich. Ich war, als ich das erste Mal auf die Idee kam, das ich das ja machen könnte, ganz begeistert (und bin es noch).
@Ralf:
Ganz weg in eine Einöde - speziell zum Schreiben - ist natürlich noch besser. In einem Shining-ähnlichen Hotel wäre ich allerdings eher damit beschäftigt, mir in die Hose zu machen
Keine Ablenkungen ist immer gut. Ich mache ja immer mal ein Seminar am Starnberger See und schätze da besonders, dass es in einem Mini-Ort ist, wo man nicht gut wegkommt, und wo es NICHTS gibt. Kein Lokal, keine Geschäfte, kein gar nichts, was einen als Seminarteilnehmer zerstreuen könnte (oder von der Gruppe wegführen). Find ich super, und kommt dem Lernen und Miteinander sehr zu Gute!
@Zamyat:
Hui, jede Woche ein ganzer freier Tag, das finde ich auch ambitioniert. Nicht, weil man es nicht organisieren könnte - da bin ich schon auch fest davon überzeugt, dass das (auch ohne dass die Arbeit/Resultate leiden würden - vermutlich sogar im Gegenteil), aber dass Du spontan _gekreischt_ hast ... hihi ... kann ich gut nachvollziehen!
Viel Erfolg beim Umsetzen!
(Die Augsburger Puppenkiste kenne ich nur vom Namen, darum sagt mir der Scheinriese auch nichts.)
Der Scheinriese Tur Tur kommt in dem Roman von Michael Ende "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" vor.
Link zu einem Artikel in der Zeit-Online
Das Besondere an dem Scheinriesen ist, daß er immer kleiner und letztlich normalgroß wird, je dichter Jim Knopf und Lukas ihm kommen.
Ja, da hast Du Recht: So ein Scheinurlaub gibt einem mehr zusammenhängende Zeit als meine Termine mit mir selbst.
Ich denke, ich werde, nachdem ich jetzt auf dieser Seite die unterschiedlichen Ideen dazu gelesen habe, mir auch so einen Scheinurlaub ("Wochenende in der Woche") genehmigen, um in aller Ruhe an Texten und neuen Konzepten arbeiten zu können. Ich habe da auch schon eine Insel in der Nordsee im Sinn.
ich bin sozusagen in "Scheinpension", das heißt mir "scheint es nur so".
Immer wieder ertappe ich mich, dass ich Termine mache, die ich nicht richtig überlegt habe.
Was ich aber bereits schaffe ist, dass ich NUR am Mittwoch Kliententermine vereinbare.
Und es ist voll witzig zu beobachten wie die Leute sagen. "Ja, i weiß es eh, du arbeitest ja nur am Mittwoch!"
Hätte nicht gedacht, dass das so angenommen wird.
Ich finde es halt Klasse, dass wir als Sebständinge auch noch in der Pension die Möglichkeit haben, soviel zu arbeiten, wie wir gerne möchten.
(Falls wir uns nicht selbst ein Haxl stellen und glauben, ohne uns geht es nicht.....)
Danke für deine immer so guten (und noch dazu kostenlosen) Tipps!
Edeltraud
haha: _Scheinpension_ ist auch gut!
Das mit den Mittwochsterminen und Deine Erfahrung, dass das wunderbar akzeptiert wird, ist ein schönes Beispiel, dass man nicht immer und überall erreichbar zu sein braucht - und auch nichts verpasst (denkt man ja als Selbstständiger oft).
Nebenbei fällt mir gerade ein, dass mich oft Kunden in Urlaub schicken wollen oder mich rügen, wenn ich am Wochenende was für sie mache. Das finde ich auch total nett, sich so zu kümmern.
Dass Du eigentlich in Pension bist und dennoch gerne - in gewissem Maß - weiterarbeitest, ist wunderbar. Das ist wirklich ein weiterer schöner Vorteil der Selbstständigkeit. Wenn ich überlege: Meine Mutter konnte an ihrer Arbeitsstelle freiwillig zwei Jahre verlängern, aber mit 65 musste sie aufhören, obwohl sie total gerne darüber hinaus noch gearbeitet hätte.
Herzlichen Dank fürs _Dankeschön_
Viele Grüße
Gitte
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Nette Idee... "Scheinurlaub".
Ich vereinbare einfach einen Termin mit mir selbst, trage diesen in meinen Terminkalender ein und ...
... bin nicht erreichbar.
Inhaltlich kommt es Deiner Idee vom "Scheinurlaub" recht nahe. Wenngleich ich zugebe, daß bei "...urlaub" noch die Aspekte des Träumens und Gedanken-schweifen-lassens von den Begriffen her gefühlsmäßig hinzukommen.
Ich wünsche Dir einen schönen Tag.
Herzliche Grüße aus einem Café am Flughafen
Norbert