Nicht präsent. Kein Geschäft.
Das kennen Sie auch: Sie sitzen im Lokal und haben Ihre Bedienung seit einer halben Stunde nicht mehr gesehen. Wenn Sie rausgehen, denken Sie sich „Eigentlich hätten wir ja noch gerne was getrunken.“ oder „Normalerweise hätten wir noch ein Dessert bestellt.“
Ich jedenfalls gehe sehr häufig aus Lokalen und habe viel weniger ausgegeben, als ich willig gewesen wäre. Oft bin ich auch nicht besonders zufrieden, wenn ich eigentlich gerne noch etwas gehabt hätte, und beschließe deshalb, in dieses Lokal nicht mehr zu gehen. Achtung, Achtung: Das ist keine Restaurant-Story!
Es geht keineswegs nur um Gastronomie-Betriebe. Das Präsentsein
- mit einem Angebot
- für eine Rückfrage
- wenn „Bestellbereitschaft“ herrscht
entscheidet in jeder Branche darüber, wie viel Geschäft Sie machen.
Wie oft sind Sie besonders zurückhaltend, weil Sie jemanden bloß nicht bedrängen möchten und geraten dadurch komplett in Vergessenheit?
Wie oft haken Sie bei einem Angebot gar nicht mehr nach? (siehe auch Durch Nachhaken motivieren Sie Ihre Kunden und Ein einfacher Trick, um mehr Kunden zu gewinnen)
Wie oft bieten Sie „keine Nachspeise“ an?
Wie oft sind Sie nicht greifbar oder es ist einfach zu umständlich mit Ihnen Geschäfte zu machen?
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Anmerkungen & Kommentare
das ist ja auch noch sowas: Dieses automatische Einschätzen (und falsch damit liegen). Dazu gibt es auch ein ganz spannendes Buch: Kleine Einführung in das Schubladendenken (Jens Förster)
Viele Grüße
Gitte
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Gitte Härter •
dieser Beitrag erinnert mich an mein ehemaliges Modegeschäft. Wir liesen unsere Arbeit von sogenannten Testkäufern testen. Niemand wusste, wie der Testkäufer ausschaute und wann er kommen würde.
Eines Samtags kam ein sehr rundlicher, älterer Herr um eine Hose zu kaufen. Unsere Starverkäuferin, und das meine ich wörtlich, verkaufte ihm seine Hose, unterhielt sich mit ihm, wo er den herkäme usw. Der Herr schien sehr zufrieden.
Er war ein Tester, niemand wäre drauf gekommen. Im Bericht stand dann, niemand hätte ihm einen Gürtel oder eine Jacke angeboten.
Die wirklich gute Verkäuferin hatte ihn einfach falsch eingeschätzt und geglaubt, die Hose alleine übersteige schon sein Budget.
Genau, wie du schreibst, wer nicht nachhakt und anbietet, verliert wertvolles Geschäft.
lg.
Edeltraud