Produktivität

Optimieren Sie Ihren Arbeitsplatz in nur 8 Minuten

Gitte Härter • 09.06.2009 • email Weiterempfehlen

Was für eine schnittige Überschrift, gell?! wink Diese Übung habe ich – etwas abgewandelt – aus dem Buch How to write a movie in 21 days von Viki King. Und so geht’s:

Setzen Sie sich an Ihren Arbeitsplatz und stellen Sie eine Eieruhr (oder Ihren Handyalarm oder was auch immer) auf 8 Minuten.

Schreiben Sie ohne groß nachzudenken wie der Teufel die ganzen 8 Minuten lang über Ihren Arbeitsplatz:

  • Fühlt er sich richtig an? Ist es bequem, hell, Ihnen angenehm? Gefällt es Ihnen hier?
  • Ist er übersichtlich? Haben Sie alles im Blick? Kennen Sie sich aus?
  • Kommen Sie überall hin?
  • Ist es angenehm von der Geräuschkulisse her? Können Sie konzentriert arbeiten?

Kurz:

Schreiben Sie 8 Minuten durchgehend darüber: „Bin ich glücklich mit diesem Platz? Ist das genau der Arbeitsplatz wie ich ihn mir wünsche?“

Schreiben Sie einfach drauflos, überlegen Sie nicht groß, springen Sie mit den Gedanken von hier nach da. Lassen Sie weiterführende Gedanken, die sich auf Ihre Arbeitsweise beziehen, zu, aber kommen Sie gleich wieder zurück auf Ihren Arbeitsplatz. Nützen Sie die 8 Minuten bitte voll aus!

Ich finde das eine ganz großartige Übung. Sie werden viel Nutzen daraus ziehen und sicher die eine oder andere (jetzt noch unbekannte) Idee, Ihren Arbeitsplatz zu verbessern, daraus gewinnen. Viel Spaß!

 

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Anmerkungen & Kommentare

Von: Markus Brause am 09.06.2009
"Die Härterübung"

Guten Morgen Gitte,

das war spannend. So sehr, dass ich beschlossen habe, dem Kind einen Namen zu geben. Finde ich passend.

Einiges wusste ich schon, einiges war neu. Das Auswerten wird nochmal spannend werden. Ich habe mich auch bemüht positive Aspekte reinzubringen, und solche die mir nicht so gut gefallen.

Was mir beim Lesen des Eintrags als erstes aufgefallen ist: Wie sehr spannend es sein kann, von anderen Leuten (abgewandelte) Übungen aus Büchern präsentiert zu bekommen, die man schon kennt (hier: How to write a movie in 21 days).

Auf wiederlesen

Markus Brause
Von: Gitte Härter am 09.06.2009
Hallo Markus,

hihi: "Härterübung" ist lustig - aber zuviel der Ehre -> Kingübung ist angebrachter grin

Das freut mich, dass Sie die Übung direkt gemacht haben ... vor allen Dingen, weil Sie sie ja auch schon kannten (und: haben Sie's gemacht und in 21 Tagen einen Drehbuchentwurf geschrieben?).

Ja: Den Blick ganz breit zu fassen und auch das aufzunehmen, was schön ist, ist sehr gut. Ich hoffe, Sie haben direkt die eine oder andere kleine Sache entdeckt und vielleicht schon verändert.

Einen schönen Feierabend
(okay, ist noch etwas früh dafür, aber trotzdem)
Gitte
Von: Zamyat M. Klein am 11.06.2009
Hihi, Freud'scher Verleser:

habe "Härte-Übung" gelesen, weil es die Härte ist, sich seinen Arbeitsplatz so genau anzuschauen.

Werde ich sofort machen- falls ich da noch einen Platz zum Schreiben finde grin
Von: Markus Brause am 11.06.2009
Hallo Gitte,

habe jetzt seitdem letzten Mail nichts mehr verändert. Wie schnell sowas "versandet", immer wieder bemerkenswert... aber morgen ist mein Schreibtisch fällig.

Gut geraten mit dem Drehbuch wink Ne, ich bin mal auf das Buch gestossen, nachdem ich gerade ein Drehbuch fertig gestellt hatte. In drei Monaten.

Viele Grüße

Markus
Von: Gitte Härter am 12.06.2009
Hallo Zamyat,

habe ja vorhin schon via Twitter erfahren, dass Du alles aufgeräumt hast. Wunderbar! Ein ganz neues Arbeitsgefühl, wenn so richtig klar Schiff ist, oder? (geht mir zumindest so - ich stelle auch gerne alles Mögliche um: dann hat man ein ganz neues Gefühl).

*

Huhu Markus,

es gibt ja diese vermaledeite 72-Stunden-Regel, also unbedingt noch innerhalb dieser Zeit anfangen wink

Wow, da bin ich ja ganz beeindruckt, dass Du ein Drehbuch geschrieben hast (oder vielleicht sogar mehrere). Das ist schon lange im Hinterkopf ein Wunschprojekt von mir und es wird gerade ernster.


Euch ein schönes Wochenende
Gitte
Von: Zamyat M. Klein am 12.06.2009
Naja, so ganz habe ich es noch nicht geschafft- und mich vor allem wieder hier und da festgelesen grin.
Aber bis heute Abend soll das Büro ansehnlich und übersichtlich sein- dafür ist mein Buch auf der Strecke geblieben. Aber das schreibt sich auch besser in "leerem" Büro.

Für Kinästheten ist Aufräumen das Schwierigste überhaupt- selbst wenn ich es mal völlig schaffe, schaffe ich es 10 mal so schnell, das alte Chaos wieder herzustellen.
Aber auch da ist Besserung in Sicht, in Küche und Wohnzimmer klappt es schon, das zeigt doch, dass Veränderung möglich ist grin

Hoffnungsvolle Grüße
Zamyat
P.S. Mit Surf- Stick hat leider trotzdem nicht geklappt, muss jetzt also 4-5 Wochen warten :-(
Von: Gitte Härter am 14.06.2009
Hallo Zamyat,

jetzt sitzt Du bestimmt schon im ansehnlichen und sortierten Büro! - Das stimmt, gerade bei größeren Projekten finde ich, ist es noch viel besser zu arbeiten, wenn kein Chaos herrscht.

Ich bin ja erstaunlicherweise nach der Lektüre des Ordnungs-Buches zum Leertischler geworden. Ungeplant und zunächst sehr skeptisch, ob das bleibt. Was soll ich sagen: Es ist geblieben!

Tut mir Leid, dass Du ebenfalls Schwierigkeiten mit dem Internet hast (ich kann ja seit Monaten auch ein Lied davon singen). Hoffentlich ist es bald behoben.

Viele Grüße
Gitte
Von: Markus Brause am 16.06.2009
Guten Morgen Gitte,

diese 72-Stunden-Regel ist echt vermaledeit (wie geht die eigentlich nochmal genau? Innerhalb von je 72 Stunden den nächsten Schritt machen?)
Habe den Freitag abend mit Umräumen verbracht. Uff...
Und all das, um festzustellen, dass es so doch nicht klappt. Aber immerhin bin ich jetzt gleich um mehrere Erfahrungen reicher.

Ja, das mit dem Drehbuch Schreiben hat Spaß gemacht. Das mit dem Drehbuch Verkaufen damals leider weniger. Aus heutiger Sicht: Plan nicht konsequent zu Ende gedacht.
Trotz allem: Der Schreibprozeß war spannend und lehrreich.

Viele Grüße
Markus
Von: Gitte Härter am 16.06.2009
Hallo Markus,

genau: Innerhalb von 72 Stunden den ersten Schritt machen, sonst sinkt die Realisierungswahrscheinlichkeit auf 1 Prozent (wobei ich immer lachen muss über solche plakativen Geschichten - von wegen 1 % .. hihi). Aber das Grundprinzip stimmt ja: altmodisch ausgedrückt "in die Pötte kommen" wink

Viele Grüße
Gitte

PS: "Schreibprozess war spannend und lehrreich" <- Eben. Nichts ist umsonst!

 

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