Was tun Sie eigentlich so den ganzen Tag?
Kennen Sie die 80:20-Regel (auch Pareto-Prinzip genannt)? Das ist diese Regel, nach der:
- in Unternehmen circa 20 Prozent der Mitarbeiter 80 Prozent des Umsatzes produzieren,
- etwa 20 Prozent der Produkte eines Unternehmens 80 Prozent der Profite generieren,
- oder wir in 20 Prozent unserer Zeit 80 Prozent der Dinge tun, die für unser Business wirklich wichtig sind. Während die restlichen 80 Prozent unserer Zeit eher mit Kleinigkeiten und Unwichtigem gefüllt sind.
Es sind natürlich nicht immer genau 80 Prozent oder 20 Prozent, manchmal ist die Verteilung auch 30:70 oder 3:97. Aber es sind immer wenige Dinge in einem Business für den Erfolg ursächlich, während der ganze Rest eher nebensächlich ist.
Bei unserem Online-Magazin zeitzuleben.de gehören zu diesen wichtigen 20 Prozent zum Beispiel:
- dass wir wöchentlich neue, kostenlose und lesenswerte Inhalte produzieren und unseren Leserinnen und Lesern so einen dauerhaften Nutzen und Inspiration bieten,
- dass wir regelmäßig neue Produkte in unser Portfolio mit aufnehmen,
- dass wir dafür sorgen, dass unser Newsletter-Verteiler weiter wächst
- und noch zwei andere Dinge, die ich hier aber nicht verrate

Das sind jedenfalls die Aktivitäten, auf die wir uns konzentrieren und in die wir einen Großteil unserer Zeit investieren.
Ich erzähle Ihnen das, weil ich die „Konzentration auf das Wesentliche“ tatsächlich für einen der wichtigsten Erfolgsfaktoren im Geschäftsleben halte. Vielleicht sogar nicht nur im Business, sondern im Leben ganz allgemein.
Wie ist das bei Ihnen? Kennen Sie die wichtigsten Erfolgsfaktoren in Ihrem Business? Wissen Sie, was in Ihrem Geschäft den Unterschied macht? Oder machen könnte, wenn Sie es konsequent tun würden?
Falls Sie sich hier nicht sicher sind, habe ich im Folgenden eine kleine Auswahl von Aktivitäten für Sie zusammengestellt, die bei den erfolgreichen Unternehmern, die ich kenne, die wichtigste Rolle spielen.
Wenn Sie Lust haben, dann nehmen Sie doch mal diese Liste und schreiben Sie dahinter, wie viel Zeit Sie pro Woche schätzungsweise mit diesen Tätigkeiten verbringen.
Und nun zur Liste:
- Neue Kunden gewinnen
- Ihren Bestandskunden zusätzliche Produkte/Leistungen verkaufen
- Bestehende Marketingkanäle optimieren (zum Beispiel Website überarbeiten oder Flyer verbessern)
- Neue Marketingkanäle erschließen (etwa Adwords ausprobieren oder Infoprodukte zur Kundenqualifizierung erstellen)
- Neue Produkte + Leistungen entwickeln
- Bestehende Produkte + Leistungen verbessern
- Die Kartei/Liste mit möglichen Kunden (Interessenten) vergrößern
- Interessenten ein Angebot machen
- Die Beziehung zu Ihren bestehenden Kunden pflegen
- Mit Ihren Kunden reden, um herauszufinden, was sie für Probleme und Wünsche haben
- Überlegen, wie Sie bestehenden Kunden noch mehr Nutzen bieten können
- Passende Mitarbeiter suchen, ausbilden + entwickeln, die genau diese Tätigkeiten übernehmen können
- Und … vielleicht sogar am wichtigsten: Die eigene Persönlichkeit entwickeln
Mist, im Internet surfen ist nicht dabei
Die Liste ist natürlich nicht vollständig, aber nach meiner Erfahrung sind da eine Menge Punkte drin, die ein Business richtig voranbringen können, wenn wir uns auf diese Aktivitäten konzentrieren. Und mit konzentrieren meine ich, Woche für Woche für Woche Arbeit in diese Bereiche hineinstecken.
Wie sieht es bei Ihnen aus? Wie viel Zeit verbringen Sie pro Woche mit diesen Tätigkeiten?
Oder ich frage noch anders: Wie würde sich das wahrscheinlich auf Ihre Selbstständigkeit auswirken, wenn Sie sich aus dieser Liste zwei oder drei Punkte raussuchen und diese Aktivitäten in den nächsten zwei bis drei Monaten mit täglichem Einsatz verfolgen würden?
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Anmerkungen & Kommentare
Da macht's aber dann auch die Relation: nur zu schmökern, aber sonst nichts zu tun, was letztlich NACH AUSSEN WIRKSAM ist, würde es wiederum nicht bringen.
So sehr ich es begrüßen würde, wenn Sie 80 % Ihrer Zeit bei uns lesen, so schlecht wäre es für Ihr Business ...
[...]aber wenn man sinnvolle Artikel liest - wie z.B. diese von unternehmensklick.de - dann ist das auch nicht verkehrt, oder?[...]
Also, das Lesen unserer Seite ist natürlich eine Ausnahme, das produziert direkt Einkommen, weil sich unsere Tipps sofort im Unterbewusstsein verankern :-D und so wirken.
Bei anderen Seiten ist es kniffeliger, da muss man nicht nur lesen, sondern das Gelesene auch noch anwenden
Schöne Grüße,
Ralf Senftleben
bildungsreihe vom Bauernverband besucht habe.
Ich kann jedoch aus eigenen Erfahrungen jedem nur raten auf die Zeichen zu achten und Veränderungen rechtzeitig zu beachten
und zu handeln im Innen und Außen.
danke für Ihre newsletter und Ihre Hinweise.
PS: Ich habe einen Betrieb ,der im Wirtschaftsjahr 05/06 350 000€ Gewinn
hatte durch geschickt vorbereitete geschäftliche Probleme(Z.B. Wegnahmen der gemeinsammen Vermarktung) innerhalb
einer Saison durch Insolvenz verloren. Doch das Leben geht weiter und ich werde in Zukunft Biobetriebe und solche die es werden wollen beraten und auch
Hilfe gegen beim Umstellen der Haus-und Gemüsegärten auf biologische Bearbeitung.
Ich werde auch dot Ihren newsletter empfehlen .
Danke
Ralf
Dieser Artikel hat heute Vormittag dazu geführt, daß mein Co-Coach, der Euren Newsletter auch erhält, und ich uns für Morgen 10:00 Uhr zu einem Gespräch treffen, bei dem wir uns über "neue" Vermarktungs- und Kundenbindungsideen für unsere jeweiligen Unternehmen unterhalten und konkret planen werden, wie wir diese Ideen umsetzen wollen.
Ganz in dem von Dir weiter oben beschriebenen Sinne: "...das Lesen (der unternehmenskick.de-)Seite (...) produziert direkt Einkommen, weil sich (die) Tipps sofort im Unterbewusstsein verankern
Vision. Imagination. Konzeption. Aktion. Transpiration. Unternehmerlohn.
Heute mal herzliche Grüße aus Glückstadt (Elbe),
Norbert
Nee, also, mal ehrlich..., wenn Eure Webseite DAS leisten könnte, was Ralf da (gaaaaaanz sachlich natüüüürlich
---------\
| RALF >
---------/
...und kleine Pilgerpfadhütten mit "Pilgerbüchern", in die jeder "Ich war hier!" mit Datum und Uhrzeit eintragen kann...
Ich bin Handwerker und habe grade richtig viel zu tun. Und um das alles abzuarbeiten, ackere ich bis spätabends, am Samstag sowieso und jetzt auch noch Sonntags. Und alles andere bleibt liegen ...
Doch nach lesen des Newsletters habe ich heute morgen erstmal die Notbremse gezogen, 2 wichtigen Aufträgen nachtelefoniert, mit Lieferanten bessere Konditionen ausgehandelt und ein umfangreiches Angebot geschrieben. Und das, obwohl ich "eigentlich" auf der Baustelle hätte stehen sollen.
Es stimmt schon; eigentlich wissen wir das. Nur vergessen wir das manchmal im Alltag.
Danke für die Erinnerung
Ich habe mich selbst früher oft in "Kleinscheiß" verhakt und ich wünschte, mir hätte früher öfter mal jemand gesagt: Hey, kümmere dich erst mal um die wirklich wichtigen Dinge.
Ich wünsch dir viel Erfolg beim ausbaldowern Eurer Strategien und schicke schöne Grüße, Ralf
Ich sitze gerade am Schreibtisch und recherchiere für ein Thema im Internet.
Für das Recherchieren im Internet habe ich mir ein zeitliches Limit gesetzt, damit ich auch wirklich dicht am Thema dranbleibe - und nicht mal hier und mal dort draufklicke, weil es scheinbar interessant sein könnte.
Als ich eben das zweite Mal auf einen Link geklickt habe, der nichts mit meiner Vorgabe zu tun hat, kam mir Dein obiger Satz ins Bewußtsein: "Mist, im Internet surfen ist nicht dabei."
Ich hatte mich beim Abschweifen erwischt.
Schönes Wochenende.
Norbert
ist Euch eigentlich bewusst, dass man als Einzelunternehmer zwischendurch auch 'mal Aufträge abarbeiten muss? Wir stehen in Sachsen-Anhalt zwar früher auf :o) - aber auch bei uns haben die Tage nur 24 Stunden.
Ich glaube, da steckt für mich das größte Problem. Theoretisch ist mir das alles klar - aber praktisch fehlt mir einfach die Zeit. Ihr könnt mir glauben, dass ich mich intensiv mit Zeitplanung, Prioritäten usw. beschäftigt habe. Meine Kunden sind trotzdem ungehalten, wenn der Auftrag nicht pünktlich fertig ist.
Frohes Schaffen
wünscht Brita
Klingt nachvollziehbar, was Sie schreiben. Die Theorie in die Praxis umzusetzen ist nicht immer einfach. Aber: Haben Sie schon mal nebenbei an sieben aufeinanderfolgenden Tagen stichwortartig notiert, was Sie in jeder halben Stunde eines Tages so alles erledigen oder "einfach nur machen"?
Nachdem ich dies für mich gemacht hatte, wurde mir klar, daß ich nicht nur hart an Kundenaufträgen gearbeitet hatte, wie ich glaubte, sondern auch ganz viele unnötige Nebenarbeitsfelder eröffnete, die sich letztlich als Zeitfresser herausgestellt hatten.
Jetzt kann es immer noch vorkommen, daß ich "Nachtschichten" einlege, wenn ich die Termine zu knapp gesetzt habe, aber ich frage mich jetzt viel öfter, ob das, was ich gerade tun will, wirklich nötig ist und mit dem konkreten Auftrag zu tun hat. Wenn nein, dann notiere ich mir kurz, was ich tun wollte, für einen späteren Zeitpunkt und kehre zum Auftrag zurück.
Nach Möglichkeit plane ich den nächsten Tag schon am Abend vorher.
Im Laufe der Zeit habe ich es hinbekommen, mich wenigstens - wie Ralf Senftleben es schon geschrieben hat - jeden Tag wenigstens eine Stunde lang mit den obigen Themen zu beschäftigen, da es mich und mein Unternehmen voranbringt.
Nur Aufgaben abzuarbeiten, hält ein Unternehmen nicht über Wasser.
danke für Eure Hinweise. Ich werde auf jeden Fall 'mal so eine Liste führen...
Mal eine Frage: Hört ihr dann wirklich nach der festgesetzten Zeit auf, daran zu Arbeiten? Das fällt mir so schwer, dann einfach aufzuhören und etwas anderes zu machen. Dabei verzettele ich mich dann meistens ... und komme nicht zur eigentlichen Arbeit.
OK - eine Stunde am Morgen, das werde ich versuchen!
Viele Grüße
Brita
Mmmmh, also...:
Vielleicht erzähle ich einfach, wie es bei mir ist.
Als ich vor ein paar Jahren die erste "Selbstbeobachtungsanalyse", also die Liste
Ich erkannte, daß der alte Spruch, wonach eine Aufgabe immer so lange dauert oder braucht, wieviel Zeit man ihr gibt, stimmt.
Diese Sieben-Tage-Beobachtung wiederhole ich in unregelmäßigen Abständen, um zu prüfen, ob sich nicht wieder ungünstige Verhaltensweisen eingeschlichen haben. Stichwort: "Innerer Schweinehund". Manchmal reicht aber auch schon ein "Selbstkontrolltag", um dem "inneren Schweinehund" oder dem "Zeitfresser" auf die Spur zu kommen.
Die Stunde am Morgen halte ich von der Zeitvorgabe her flexibel. Ich setze für meine Überlegungen, wie ich mein Unternehmen voranbringe, zwar eine Stunde an, rechne aber gleichzeitig eine halbe Stunde als Pufferzeit hinzu. Auf diese Weise kann ich ein bestimmtes Thema bei Bedarf noch gedanklich zu Ende führen, wenn es gerade aus mir heraussprudelt.
Es gibt aber auch Morgende, an denen bin ich bereits nach einer halben Stunde mit diesem Teil des Tages durch. Dann trinke ich noch eine Tasse Kaffee und freue mich auf den neuen Tag, der vor mir liegt. Danach geht es mit anderen Aufgaben weiter.
Ich führe seit letztem Jahr immer ein kleines "Moleskine"-Buch mit rund 100 Blatt/200 karierten Seiten bei mir. Link zum Moleskine-Beispiel
Hier trage ich mir dann im Laufe eines Tages alle Ideen, Gedanken und Aufgaben ein, die ich in der nächsten Stunde am Morgen bearbeiten will. So geht nichts verloren. Erst recht keine guten Ideen, die einem manchmal in Bruchteilen von Sekunden in den Sinn kommen - und ganz schnell wieder weg sind, wenn sie nicht augenblicklich notiert werden.
Konkret noch einmal zur Frage: "Hört ihr dann wirklich nach der festgesetzten Zeit auf, daran zu Arbeiten?" Für mich gilt: Ja! Und zwar in dem oben beschriebenen Sinne. Der Tag hält ja noch viele andere Aufgaben und Termine vor, die angegangen und erledigt werden müssen.
Jeden Tag knapp eine Stunde, ist schon mehr als vorher gar nichts.
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