Will ich das ... oder lieber das?
Ralf hat gestern über das Kopf-Hand-Dilemma gesprochen. Daran angelehnt habe ich noch einen kleinen, aber sehr effektiven Motivationstrick für Sie.
Wir alle haben gerne die Wahl. Gleichzeitig neigen viele von uns dazu, bei Dingen, die wir nicht soooo wahnsinnig gerne machen, Ausflüchte zu finden.
Die Lösung: Geben Sie sich zwei konkrete Tätigkeiten zur Wahl und fragen Sie sich, welche davon Sie jetzt machen möchten.
Zum Beispiel:
Akquise
„Will ich jetzt diese 3 Nachhak-Anrufe machen
oder will ich lieber den Mailingentwurf schreiben?“
Organisation
„Will ich jetzt den Fachzeitschriftenstapel endlich durchforsten und wegwerfen oder will ich meine Steuererklärung machen?“
Wichtig!
Es ist wichtig, dass Sie sich zwei tatsächliche Aufgaben stellen. Wenn es ohnehin Dinge sind, die auf Ihrer To Do-Liste stehen, dann sind sie eh konkret.
Wenn es aber Tätigkeiten sind, die Sie frei wählen können, zum Beispiel „irgendwas, das mir Kunden bringt“, dann sollten Sie die Möglichkeiten konkretisieren. Also eben „3 Nachhak-Anrufe“ und nicht nur „nachhaken“. Sie können sich auch den Spaß machen, eine furchtbar unattraktive Aufgabe dagegenzustellen, die Sie nie im Leben machen möchten!
Das relativiert ungemein und macht auch nicht so tolle Aufgaben im Kontrast weit weniger schlimm. Außerdem: Wenn Sie lachen müssen und sich dann lockerer der anderen Tätigkeit widmen, hat der Trick seinen Zweck erfüllt.
Und natürlich ist die Formulierung mit dem „will ich“ ebenfalls wichtig. Allzu oft, wie wir kürzlich auch in den Kommentaren zum Leider-Artikel angesprochen haben, sagen wir „müssen“, wenn wir wollen.
Kunden gewinnen wollen wir alle.
Gut organisiert sein wollen wir ebenfalls.
Oder?
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Anmerkungen & Kommentare
ich halte es da mit der Methode von Leo Babauta, die er in seinem Buch "Weniger bringt mehr - Die Kunst sich auf das Wesentliche zu beschränken” vorstellt. Drei Hauptaufgaben pro Tag, die so schnell wie möglich abarbeiten und eine (Ver-)änderung pro Monat angehen.
Das Wort muss ersetze ich wo immer möglich durch will, möchte oder andere verwandte Wörter. Mittlerweile fällt es mir sogar beim Schreiben auf, wenn ich das kleine Wörtchen nutze...
Immer nicht immer aber immer öfter.
Liebe Grüße
Mario
Herzlichen Dank für den Hinweis auf Deinen Blogartikel, der das wunderbar ergänzt.
@Mario
Ja, das Buch habe ich ja auch kürzlich gelesen und daraufhin ebenfalls meine bisherige To Do-Liste umgebaut, um die (bei mir sind's zwei) wichtigsten Aufgaben pro Tag genauer zu bestimmen.
Das mit dem WILL gelingt natürlich nicht immer automatisch. Also wenn ich das Beispiel mit der Putzerei nehme kenne ich es selbst schon, dass ich einen richtigen Widerstand habe, mir zu sagen "Ich will eine saubere Wohnung, darum will ich putzen" (was ja stimmt) ... aber trotzdem hasse ich es so sehr, dass ich mir gleichzeitig denke "ich muss putzen" ... hihi ... so hat jeder seine besonderen Themen.
Ich finde es ja immer besonders lustig, wie völlig unterschiedlich wir Menschen alle so sind. Was der eine verabscheut oder unter größten Mühen macht, findet ein anderer nicht schlimm oder sogar megaentspannend. Witzig!
Einen schönen Abend
Gitte
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Gitte Härter •
ich habe in meinem Blog dieses Thema mit "Ich muss... " und "Ich will..." mal aufgegriffen und psychologisch durchleuchtet. Es macht wirklich einen Unterschied, wie ich etwas sage und dementsprechend lässt sich die Motivation verändern.
Ein Rezept gegen das Aufschieben
Herzliche Grüße!
Sonja