Kategorie: Selbstmanagement
Uns selbst zu steuern und zu managen gehört zur wichtigsten Aufgabe jedes Unternehmers und Selbstständigen. Nur wer sich selbst führen kann, kann auch sein Geschäft führen.
Home-Office macht fett
Mich zumindest. Ich bin in den letzten zwölf Jahren schleichend schwerer geworden.
Keine Sorge: Das wird kein Sport- und Ernährungsratgeber-Beitrag. Ich will trotzdem mal näher beleuchten, was das Home-Office genau damit zu tun hatte. Denn es ist ja nicht nur das Gewicht!
Vielmehr geht es um eine wichtige Frage, die wir als EinzelunternehmerInnen im Fokus behalten müssen: Wie gut halte ich mich selbst im Blick?
Nachgefragt: Ihr Jahresmotto 2011
Letztes Jahr hatte ich gefragt Unter welchem Stern steht dieses Jahr?. Damals haben gaaaanz viele MitleserInnen in den Kommentaren ein Jahresmotto gewählt, bei meinen vierteljährlichen Nachfragen haben sich dann nach und nach nur noch wenige gemeldet. Da ich und ein paar weiterhin aktive Mitmacher von dieser Aktion sehr profitiert haben und ich weiß, dass viele von Ihnen lieber still bei sowas mitmachen, als in den Kommentaren zu schreiben, habe ich es für 2011 fortgesetzt.
Meine Bilanz zu 2010 und mein neues Motto für 2011 stehen hier. Einige von Ihnen haben sich ebenfalls wieder ein Jahresmotto gewählt und im März das erste Vierteljahr Revue passieren lassen. Nun haben wir schon Ende Juni: Zeit für die Halbjahresfrage:
- Wo stehen Sie mit Ihrem Motto? Was hat sich getan?
- Wie zufrieden sind Sie?
Ungeliebte Aufgaben lieber unterbrechen - oder nicht?
Ich lese gerade The Upside of Irrationality von Dan Ariely und war gestern total erstaunt hierüber:
Es geht dabei um “hedonistic adaption”: damit ist gemeint, dass sich unsere Gefühle mit der Zeit an Dinge anpassen. Wenn ein Kunde Ihnen plötzlich viel mehr Honorar bezahlt, dann finden Sie das erstmal großartig, es fühlt sich gut an. Aber nach und nach wird das höhere Honorar normal. Oder: Ein dicker Auftrag bricht weg, Sie müssen den Gürtel enger schnallen. Erstmal ist das eine Riesenkatastrophe, aber nach und nach passen Sie sich der Situation an und können besser damit umgehen. Und das funktioniert bei vielen Dingen sogar in erstaunlich kurzer Zeit!
7 x Probleme suchen
Am Wochenende habe ich ein Interview mit der amerikanischen Schauspielerin Betty White gesehen, in dem sie sinngemäß sagte: “Mach deine Arbeit gut und kümmere dich um Probleme, wenn sie auftauchen. Geh nicht aktiv nach Problemen suchen.”
Ein guter Rat. Ich behaupte, dass Selbstständige zu oft auf potenzielle Probleme fixiert sind. Nicht immer merkt man das, weil es manchmal unter einem anderen Deckmantel geschieht.
Schauen Sie mal, wo Sie sich wiederfinden:
Was frustriert Sie?
Ein großer Vorteil der Selbstständigkeit ist es ja, dass Sie prinzipiell vollkommen selbst gestalten und entscheiden können, wie, was und für wen Sie arbeiten.
Umso wichtiger ist es, sich seine Frustfaktoren anzuschauen.
Denn wenn Sie diese kennen, können Sie sie von vornherein vermeiden oder bestehende Frustquellen aus dem Weg räumen. Vor allem können Sie daran arbeiten, dass Sie frustrierende Situationen nicht mehr als frustrierend erleben - indem Sie sich persönlich weiterentwickeln oder einfach lernen, gelassener damit umzugehen. Das steigert Ihre Zufriedenheit und damit Ihre Lebensqualität - und das wiederum wirkt sich auf Ihr Auftreten und Ihre Arbeit aus. Eine Aufwärtsspirale.
Wissen Sie, wie gut Sie geworden sind?
Wenn Sie einige Jahre selbstständig sind, haben Sie sich in Ihrem Fach ein gehöriges Maß an Souveränität und Selbstbewusstsein erworben. Das ist nicht nur für einen selbst wichtig, sondern auch Ihre Kunden profitieren im Regelfall davon.
Im Regelfall, weil es natürlich manchmal auch sein kann, dass man eher in eine feste Routine verfällt. Darum wechsle ich zum Beispiel seit jeher meine Coaching- und Trainingsthemen durch: so bleibt es immer für mich spannend und ich höre mich nicht irgendwann wie ein Papagei an, weil Themen und Anliegen immer gleich sind.
Heute reden wir aber von den positiven Seiten, die Ihnen das „Gesetztsein“ in Ihrem Beruf und in der Selbstständigkeit beschert. Machen Sie es sich gemütlich und ziehen Sie Bilanz:
Ein kleines Wundermittel: Das Prinzip „Zustimmung“ bei Ideen und in Gesprächen
Am Wochenende habe ich Malcolm Gladwells „Blink“ gelesen. Darin ist unter anderem eines der Grundprinzipien des Improvisationstheaters genannt: Zustimmung. Wenn Schauspieler spontan auf der Bühne eine Geschichte entwickeln sollen, dann gelingt das dann, wenn sich alle auf diese Regel einigen: Was vorgeschlagen wird, wird angenommen und weitergesponnen. Wird ein Vorschlag hingegen abgelehnt oder nicht aufgegriffen, kommen die Beteiligten schnell ins Stocken, es wird unrund oder die Geschichte versiegt.
Schieben Sie eine Entscheidung vor sich her? Warum eigentlich?
- Ich möchte nicht mehr so viel für diesen Kunden arbeiten.
- Ich bin unglücklich in meiner Beziehung.
- Ich wollte mich schon lange selbstständig machen.
- Ein Traum von mir ist (ein Buch zu schreiben/ein Sabbatical zu machen/eine Ausbildung in einem privaten Interessenbereich zu machen o. Ä.).
Besonders wenn eine Entscheidung weitreichendere Folgen hat und mit Aufwand und Energie verbunden ist, zögern viele Menschen. Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit, sich der Gründe bewusst zu werden, warum Sie eine bestimmte Sache bislang nicht entschieden haben.
Wenn Ihnen Ihr Kopf sagt, dass Sie etwas nicht tun können
Interessante Sache: Immer, wenn ich jogge, sagt mein Kopf nonstop Sachen wie: „Uäh, wann ist es endlich aus?“ und „Ich kann nicht mehr!“ Es ist aber nicht so, dass ich tatsächlich nicht mehr kann. Wenn ich in einer Gruppe mitlaufe, kann ich durchaus eine längere Strecke laufen. Vor einiger Zeit bin ich sogar regelmäßig eine volle Stunde durchgelaufen. Am Können liegt es also nicht.
Unser Kopf beeinflusst uns in vielen Bereichen, und das betrifft natürlich auch unser Business. Vielleicht sagt Ihnen Ihr Kopf beispielsweise:
- “Verflixte Buchhaltung. Dafür bin ich zu blöd.“
- “Dieses dumme Akquirieren: Dafür bin ich einfach nicht geboren.“
- “Vor anderen reden? Das könnte ich nie!“
Video: The secret powers of time
Interessantes (englisches) Video über Zeit und wie man sie wahrnimmt - wunderbar gemacht!
<< Neuere Beiträge Ältere Beiträge >>
Unsere aktuellen Selbstlernkurse:
- Wenn die Selbstständigkeit belastet (21-Tage-Programm)
- Wie Sie Ihr Angebot Schritt für Schritt verbessern
- Erfolgreiche E-Mail-Newsletter (Tagesversion / Wochenversion)
- Webseiten, die verkaufen
- Erfolgreiche Telefonakquise (Business-to-Business)
- Akquise mit Spaß und Motivation
- In 3 Schritten zu einem aussagekräftigen Profil
- Geschäftliche und persönliche Ziele finden
Kategorien
Die letzten Kommentare
Wo steckt die Leichtigkeit?
Volkert Brammer
04.02
Zen to done
Volkert Brammer
04.02
Zen to done
Stefanie Kirschbaum
03.02
Wo steckt die Leichtigkeit?
Gitte Härter
03.02
Die Frage des Tages
Gitte Härter
03.02
7 Erfolgsfaktoren für Ihre Akquise!
Gute – und damit erfolgreiche – Akquise weist sieben wichtige Eigenschaften auf. Sie ist ...
111 Annahmen ...
... mit denen Selbstständige
meistens danebenliegen
Gitte Härter