Verstehen Sie mich richtig: Natürlich passiert es hin und wieder, dass man fast schon freundschaftlich mit dem einen oder anderen Kunden zusammenkommt. Und wenn beide das so entscheiden, ist alles gut.
Nur: Wenn jemand sich als Freund fühlt, aber für Sie ein Kunde ist. Oder wenn Sie eine Freundschaft begrüßen, aber plötzlich selbst ein Problem damit haben, Ihre Arbeit in Rechnung zu stellen oder klare Grenzen zu ziehen, ist es hinderlich.
Die Lösung: So persönlich und individuell Ihr Kontakt ist, ziehen Sie immer eine klare Grenze, die unterstreicht, dass das ein professionelles Miteinander ist. Wenn also beispielsweise jemand immer privatere Dinge erzählt oder länger plaudert, bitte nicht einfach passiv zuhören, sondern das Gespräch gleich zu Beginn steuern. - Wenn Kunden plötzlich anfangen, abends oder am Wochenende anzurufen oder eine Handy- oder Privatnummer verlangen, „falls was ist“, ersticken Sie das gleich im Keim. Übrigens: Manche Selbstständige schreiben ihre Privatnummer auf ihre Visitenkarte. Da brauchen Sie sich nicht zu wundern, wenn Kunden Ihr Angebot, Sie zu Hause anzurufen, auch annehmen. – Wenn Sie Hemmungen haben, bei einem persönlicheren Draht, über Geld zu sprechen oder Nein zu sagen, dann ist natürlich angesagt, näher zu ergründen, wo hier Ihre Hemmungen liegen. Und: Soetwas lässt sich lernen!
7. Ausgeruht – kein Neugeschäft
Wer sich auf seinen Stammkunden ausruht, tut nichts für das Fortkommen seiner Firma. Das kann geschäftlichen Stillstand bedeuten, wie wir oben schon kurz besprochen haben. Es kann aber auch existenzgefährdend werden, wenn
- Sie sich nicht um ein ausgewogenes Kundenverhältnis kümmern,
- Ihre Stammkunden Sie zwar gut auslasten, aber unterm Strich (zu) wenig damit verdienen,
- Sie plötzlich mit einem Auftragsloch dastehen, weil Stammkunden gehen.
Die Lösung: Halten Sie immer Ihr Gesamtgeschäft im Blick und, wie bereits erwähnt, überprüfen Sie in regelmäßigen Intervallen die Lage. Außerdem ist es wichtig, dass Sie immer ein gewisses Maß an Energie und Zeit dafür bereithalten, Ihr Business kontinuierlich mit Neugeschäft zu versorgen.
Wenn Sie sagen: „Was? Ich bin ja eh schon voll ausgelastet, ich kann nicht noch mehr machen!“, dann ist vielleicht die für Sie wichtige Frage: „Wie kann ich mit weniger Aufwand noch mehr erreichen?“, also beispielsweise sehr zeitintensive oder schlecht bezahlte Leistungen auslaufen lassen und durch lohnenswertere zu ersetzen.
Hierfür ist Ihnen unser Selbstlernkurs „Mehr Umsatz: Wie Sie Ihr Angebot verbessern“ nützlich.
Bitte verstehen Sie mich richtig:
Es ist toll, Stammkunden zu haben. Und wie Sie sehen, ist es nicht immer „Schuld“ Ihrer Kunden, wenn sich der Stammkundenstatus negativ entwickelt – auch das eigene Verhalten trägt eine Menge dazu bei.
In erster Linie soll aber Ihr Unternehmen gut funktionieren – idealerweise im Einklang mit vielen guten Kunden. Es kann aber nicht angehen, dass Stammkunden zum Hindernis Ihres Geschäftserfolges werden.
Wie sind Ihre Erfahrungen mit Stammkunden?
Quelle: http://unternehmenskick.de/0/576/
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